Ultraschall-Durchflussmessung

Wie können exakte Messwerte erreicht werden und weshalb ist dazu eine präzise Installation und Inbetriebnahme Voraussetzung?

Ein Ultraschall-Durchflussmesssystem liefert exakte Daten – vorausgesetzt, die Installation erfolgte fachgerecht und die Inbetriebnahme wurde Schritt für Schritt durchgeführt und überprüft. Ist auch nur ein Parameter falsch gesetzt, liefert das System fehlerhafte Werte, welche die gesamte Anlage negativ beeinflussen. Dazu ist Fachkompetenz und Erfahrung gefragt.

pikkerton vertreibt und installiert in der Schweiz die Systec Controls-Sensoren und -Komponenten für Ultraschall-Durchflussmesssysteme und verfügt über ein umfassendes Know-how in der Beratung, der Installation und in der Inbetriebnahme von Durchflussmessungen. In den letzten Jahren hat pikkerton diverse Anlagen in Trinkwasserversorgungen, in der Lebensmittelverarbeitung und in der Energieversorgung in Betrieb genommen.

Um das geht’s im Artikel

  • Weshalb eine präzise Installation und die korrekte Inbetriebnahme von Durchflussmesssystemen die Grundlage zuverlässiger Prozesssteuerungen sind
  • Welche Fehler bei einer unsachgemässen Installation auftreten können
  • Was die Folgen von einer fehlerhaften Inbetriebnahme sein können
  • Welche Aufgaben pikkerton im Rahmen der Installation und Inbetriebnahme übernimmt
  • Weshalb nichtinvasive Installationen mit Ultraschall für die meisten Anlagen die beste Option ist

Messsysteme von Systec Controls liefern präzise Messergebnisse, sofern die Installation und die Inbetriebnahme korrekt durchgeführt worden sind.

Die modernen Durchflussmesssysteme von Systec Controls sind robust, wartungsarm und technisch ausgereift. Für präzise Messergebnisse von Energie, Menge, Temperatur und anderen Parametern sind fachgerechte Installation und Inbetriebnahme eine Grundvoraussetzung. Ultraschallwandler ohne bewegliche Teile können bei laufendem Betrieb installiert werden. Sie verschleissen nicht. Die Sensoren kommen mit dem Medium nicht in Berührung. Ein kostentreibender Betriebsunterbruch findet nicht statt. Diese Eigenschaften machen das Messprinzip attraktiv – verleiten aber gleichzeitig dazu, die Komplexität der Installation zu unterschätzen.

Ein Ultraschall-Durchflussmesssystem misst die Geschwindigkeit des Mediums vorwärts und rückwärts und berechnet daraus Menge und Leistung. Bei der Installation müssen Parameter wie Rohrdurchmesser, Mediumtemperatur, Montageposition der Messumwandler sowie weitere Anforderungen berücksichtigt werden, um präzise Messergebnisse erzielen zu können.

Bei fehlerhafter oder unvollständiger Installation übermittelt das Messsystem falsche oder unvollständige Daten an die Anlagesteuerung. Die Konsequenz daraus lässt sich an folgendem Beispiel aufzeigen: Eine Gärtnerei steuert die Heizung ihres Gewächshauses anhand der Messwerte von der Durchflussmessung. Liefert die Messung falsche Werte, drosselt oder erhöht die Anlage die Heiztemperatur – möglicherweise mit verheerenden Folgen für die Pflanzen, deren Wachstum und die Ernte. Probleme treten auch auf, wenn die Datenübertragung ausfällt. Ein korrekt funktionierendes System übermittelt Messdaten an ein Leitsystem, auf ein Monitoring-Dashboard oder auf das Mobiltelefon. Fällt die Übertragung aus, fehlen die Daten im Betrieb und mit ihnen jede Kontrolle.

In der Praxis sind es häufig banale Ursachen, die solche Ausfälle verursachen. Nicht geerdete Leitungen oder Rohre, über die Fehlströme fliessen, können die Elektronik stören und Messwerte verfälschen. Geknickte oder beschädigte Signalleitungen unterbrechen die Datenübertragung. Falsch gewählte Wandler-Distanzen, die nicht zum tatsächlichen Rohrdurchmesser passen, verfälschen die Grundmessung. Ein Wandler an einer Stelle am Rohr montiert, an der sich Luft ansammelt, misst nicht die Flüssigkeit, sondern die Grenzschicht zwischen beiden Medien. Sogar die Auswahl des Rohrmaterials – Stahl, Edelstahl, Gusseisen, Kupfer, Kunststoffe, Glas, etc. – beeinflusst die Schallausbreitung und damit die Qualität der Messung.

pikkerton ist Generalvertreter und geprüfter Installateur der Systec Controls-Durchflussmesssysteme

pikkerton vertreibt die Ultraschall-Durchflussmesssysteme von Systec Controls in der Schweiz und übernimmt dabei den gesamten Prozess: von der Beratung über die Installation bis zur Inbetriebnahme. Die Systeme messen Flüssigkeits- und Gasströme in Rohren mit Durchmessern zwischen 10 und 6’000 Millimetern. Zum Einsatz kommen sie in der Wasseraufbereitung, der Lebensmittelindustrie, im Pharmabereich, in der Petrochemie, in Heizungs- und Kühlsystemen – überall dort, wo ein Medium kontrolliert und quantifiziert werden muss.

Die Installation erfolgt nichtinvasiv. Das bedeutet, dass kein Eingriff in die Rohrleitung nötig ist und die Anlage während der Installation weiterhin betrieben werden kann. Die Ultraschallwandler werden an der Aussenseite des Rohrs angebracht und messen durch die Rohrwand hindurch. Das Messsystem kommt mit dem Medium nicht in Berührung. Die Wandler sind verschleissfrei und wartungsfrei, da sie keine beweglichen Teile enthalten. Eine Inbetriebnahme dauert in der Regel wenige Stunden bis Tage, je nach Komplexität der Anlage und der vorhandenen Leitsystem-Infrastruktur.

Die Messdaten werden über Standard-Schnittstellen wie 4-20 mA, 1-10 V, NB-IoT, Modbus (RS485) oder M-Bus übertragen und an kundenseitige Leitsysteme angebunden. Ebenso stehen Module zur direkten Anbindung an die gängigen Leitsysteme zur Verfügung. Über die Datenplattform von pikkerton sind die Werte zeitgleich auf dem Monitoring-Dashboard, auf dem Notebook, Tablet oder Mobiltelefon einsehbar. Für Betreiber, die Echtzeitdaten benötigen, bedeutet das: Die Messung liefert nicht nur einen Zustand, sondern einen kontinuierlich verfügbaren Datenstrom.

Zu den Leistungen von pikkerton zählen die korrekte Ermittlung der Anlageparameter, die Auswahl und Montage der Wandler an der richtigen Stelle am Rohr, die Kalibrierung der Messung, die Parametrisierung des Systems sowie die Anbindung an das Leitsystem des Betreibers. Zusätzlich prüft pikkerton, ob die elektrischen Randbedingungen für eine störungsfreie Datenübertragung gegeben sind.

pikkerton installiert auch Systec Controls-Komponenten, die über andere Distributoren erworben wurden.

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oder ​+41 41 662 49 17.

Unsachgemässe Installationen oder fehlendes Fachwissen verursachen hohe Kosten

  • Messfehler infolge falscher Kalibrierung
    Ein falsch eingestelltes System liefert von Anfang an verfälschte Daten.
  • Falsche Wandler-Distanz
    Ultraschallwandler werden an einer definierten Distanz am Rohr montiert. Diese Distanz hängt vom Rohrdurchmesser und von der Rohrwandstärke ab. Ist die Distanz nicht korrekt ausgelegt, ändert sich der Schallweg und damit die Geschwindigkeitsmessung.
  • Wandler am falschen Ort montiert
    Eine Stelle am Rohr, an der Luft sich ansammelt, verändert die Schallausbreitung erheblich. Ein Wandler, der dort montiert ist, misst nicht die Flüssigkeit, sondern die Grenzschicht.
  • Unpassendes Rohrmaterial
    Jedes Rohrmaterial hat seine eigenen Ultraschall-Eigenschaften und muss im Messsystem entsprechend hinterlegt bzw. parametriert werden. Beim Messsystem von Systec Control steht eine grosse Auswahl an Materialien bzw. Parameter vordefiniert zur Verfügung.
  • Messfehler infolge nicht geerdeter Leitungen
    Wenn die Wasserleitung nicht geerdet ist, können Fehlstrome über die Elektrode des Messsystems fliessen und die elektronische Auswertung stören.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Inbetriebnahme einer Ultraschall-Durchflussmessanlage, und muss die Anlage stillgelegt werden?

Die Inbetriebnahme mit vorgängiger Planung und Vorbereitung dauert in der Regel wenige Stunden, abhängig vom Rohrdurchmesser, der Anzahl der Messstellen, der vorhandenen Leitsystem-Infrastruktur und von der Frage, ob auch Wärmemengen gemessen werden sollen. Weil die Installation nichtinvasiv erfolgt, muss die Anlage nicht stillgelegt werden – die Ultraschallwandler werden an der Aussenseite des Rohrs angebracht und messen durch die Wand hindurch. Für Betreiber, bei denen ein Stillstand kostenintensiv ist, ist das ein entscheidender Vorteil.

Welche Rohrmaterialien eignen sich für die Ultraschallmessung?

Die Systeme funktionieren mit den meisten Rohrmaterialien, die heute eingesetzt werden: Stahl, Edelstahl, Kupfer, Gusseisen, Plexiglas, Glasfaser, Glas, Polyäthylen, etc.  Die entsprechenden Werte müssen vorgängig ins Messsystem eingegeben werden. Für die Rohrstärken – oft eine Unbekannte bei Messungen – steht von Systec Controls ein Wandstärken-Messgerät zur Verfügung.

Wie erkenne ich, ob meine bestehende Durchflussmessung korrekt funktioniert?

Ein Indiz ist, wenn die Messwerte plausibel mit dem Anlagenbetrieb zusammenpassen. Wenn die Anlage bei gleichen Betriebsbedingungen unterschiedliche Werte liefert oder wenn die Energieverbrauchsmessung deutlich von dem abweicht, was der Anlagenbetrieb erwarten lässt, kann die Messung fehlerhaft sein. Auch Fehlersignale in der Datenübertragung – ein plötzlicher Ausfall der Werte im Leitsystem, der sich nach kurzer Zeit wiederholt – sind ein Hinweis. Eine Prüfung durch einen Fachbetrieb mit Erfahrung in Ultraschall-Durchflussmessung schafft Klarheit, ohne die Anlage stilllegen zu müssen.

Ebenso stehen dem Fachmann umfangreiche Signalauswertungen (Oszillogramme) zur Verfügung, welche die Sende- und Empfängersignale und somit die Güte der Auswertung beurteilen lassen.

Kann die Messanlage an ein bestehendes Leitsystem angebunden werden?

Ja. Die Systeme liefern die Messdaten über Standard-Schnittstellen wie 4-20 mA, 1-10 V, Modbus, M-Bus und Übertragung mittels NB-IoT. Die Anbindung an kundenseitige Leitsysteme ist Teil der Inbetriebnahme durch pikkerton. Über die Datenplattform von pikkerton sind die Werte zusätzlich jederzeit auf dem Monitoring-Dashboard, auf dem Notebook, Tablet oder Mobiltelefon einsehbar.

Warum sind nichtinvasive Systeme für viele Anlagen die erste Wahl?

Weil sie ohne Stillstand, ohne bewegliche Teile und ohne Druckverlust installiert werden können. Für Anlagen, bei denen ein Stillstand teuer ist oder die Rohrleitung nicht geöffnet werden kann, ist das die einzig realistische Option.

Das Ultraschall-Messsystem von Systec Controls ist heute der magnet-induktiven Durchflussmessung (MID) ebenbürtig und teils überlegen. Der Grund dazu sind moderne Prozessoren, die für die Messdatenverarbeitung hohe Frequenzen einsetzen und weniger Energie verbrauchen.

Wie viele Messstellen kann eine Anlage haben?

Das hängt vom Bedarf ab. Die Systeme von Systec Controls sind als Einzel- oder Mehrstellenanlagen ausgelegt. Bei grossen Rohrnetzen – etwa in einer Wasserversorgung oder einer industriellen Anlage – werden mehrere Messstellen unabhängig voneinander betrieben, um den Durchfluss an den relevanten Knotenpunkten zu erfassen. Dadurch können Wasser- und Energieströme analysiert und beurteilt werden.

Kann ich eine Durchflussmessung auch selbst durchführen?

pikkerton bietet einen umfangreichen Messkoffer an, womit Messungen selbst an eigenen Anlagen durchgeführt werden können.

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